Plattform-Doku · Stand 22. August 2026 · Version 0.2.0
Nocke entsteht offen. Diese Seite beschreibt die Bausteine, aus denen die Software zusammengesetzt ist, den Weg, auf dem ein Betrieb sie an sich anpasst, und den ehrlichen Stand: was heute läuft und was noch fehlt.
Wir schreiben hier auch das auf, was noch nicht da ist. Ein Fahrplan ist nützlicher als eine Hochglanzliste, an der sich später jemand die Finger verbrennt.
01 · Woraus Nocke besteht
Jede Nocke-Anwendung ist aus denselben vier Teilen zusammengesteckt. Sie liegen ineinander wie Schachteln, und jeder Teil bringt mit, was er kann und was er braucht. Wer einen davon versteht, versteht das ganze System.
Der grösste Baustein. Ein Eintrag in der Navigation, unter dem zusammengehörende Listen liegen. Produktion ist ein Bereich, Stammdaten ist einer.
Eine Sorte Daten mit ihrer Ansicht. Artikel, Adressen, Fertigungsaufträge. Jede Liste ist eigenständig und läuft auch ohne ihren Bereich.
Alles zu genau einem Eintrag, geöffnet über der Liste statt auf einer neuen Seite. Hier wird angesehen, geändert und neu angelegt.
Der kleinste Baustein. Ergänzt einen Eintrag um genau eine Sache, etwa Stückliste, Chargen oder die CAD-Ansicht.
Klick auf eine Zeile öffnet
Die Oberfläche selbst ist noch einmal genauso gebaut. Kopfleiste, Liste, Suche und Detailfenster sind Baugruppen aus kleineren Teilen, und jede Baugruppe schreibt offen auf, was sich an ihr einstellen lässt: Spaltenauswahl, Zurück-Knopf, Breite der Suche, Zusatzmenü im Kopf.
Eine Option zu setzen ist deshalb kein Notbehelf gegenüber richtigem Bauen, sondern der vorgesehene Weg. Aus endlich vielen Teilen entstehen so beliebig viele Ansichten, wie Musik aus Noten. Wer stattdessen neu baut, was als Schalter existiert, verlässt die Basis.
Im Appstore steht jeder Baustein der eigenen Instanz als Karte, mit Beschreibung, Verwendungszweck und Schalter. Von dort aus wird ein- und ausgeschaltet, und zwar einzeln: eine Liste kann als Reiter ihres Bereichs laufen oder eine eigene Kachel in der Navigation bekommen.
02 · Die Treppe der Anpassung
Wenn ein Betrieb etwas verändern will, gibt es nicht nur die eine Antwort „das muss programmiert werden". Es gibt eine Reihenfolge, und sie wird immer von oben nach unten gegangen. Erst wenn eine Stufe nicht reicht, kommt die nächste.
Der Grund ist einfach: Je weiter oben die Stufe, desto schneller ist die Änderung da, desto weniger kann kaputtgehen, und desto sicherer bekommt der Betrieb künftige Verbesserungen weiter mit. Die ersten vier Stufen sind Daten, kein Code.
Sieht es nur anders aus? Dann ist es ein Schalter, den es schon gibt.
„Stell das Erscheinungsbild auf dunkel und nimm unser Firmenblau."
Aussehen und Ausstattung stehen als offene Schalter an den Baugruppen. Nichts wird gebaut, nichts wird kopiert, und die Instanz bleibt auf dem Stand, den alle bekommen.
Soll sich die Fachlogik anders verhalten? Dann ist es ein Wert, den der Betrieb selbst setzt.
„Stelle die Warnschwelle auf 25."
Schwellen, Startzustände und Vorgaben stehen nicht im Code, sondern als einstellbarer Wert am jeweiligen Bereich. Der Server prüft die Grenzen und lehnt im Klartext ab, wenn ein Wert nicht passt. Die Kennzahlen über den Listen rechnen sofort mit.
Fehlt nur eine zusätzliche Angabe an einem Eintrag? Dann legt der Betrieb sie sich selbst an.
„Füge Adressen ein Feld Material hinzu."
Das Feld erscheint sofort im Detailfenster, in jedem offenen Fenster, ohne Neuladen. Zahl, Text, Ja/Nein und Auswahllisten stehen zur Wahl, und die Grenzen werden genauso geprüft wie bei einem eingebauten Feld.
Soll etwas von selbst passieren, wenn ein Ereignis eintritt? Dann wird ein Ablauf zusammengesteckt.
„Wenn ein Artikel knapp wird, lege einen Fertigungsauftrag an."
Auslöser, Bedingung und Aktion aus dem, was die Bausteine ohnehin können. Der Berater übersetzt den Wunsch zurück in Klartext, der Betrieb bestätigt, und jeder Lauf steht mit Ergebnis im Protokoll. Diese Stufe ist entworfen und wird gerade gebaut.
Ist es weder Aussehen noch Wert noch Angabe noch Ablauf? Erst dann wird gebaut.
„Rechne den Verkaufspreis nach unserer eigenen Staffel."
Dann schreibt ein Bau-Agent geprüften Code: er arbeitet auf einer Kopie des Arbeitsbereichs, hält sich an die offene Bauanleitung und muss dieselbe Prüfung bestehen wie jeder Baustein aus dem Store. Der Betrieb sieht vorher die Zusammenfassung und bestätigt. Ist die Prüfung rot, bleibt der alte Stand. Heute läuft dieser Weg über den herunterladbaren Arbeitsbereich mit einem eigenen Coding-Agenten. Im Gespräch kommt er als Nächstes.
Kein Ticket, kein Lastenheft, kein Beratertag. Ein Satz im Klartext genügt, und der Berater übersetzt ihn in die Stufe, die dafür vorgesehen ist.
Kein Neubau und kein Neustart. Die Änderung steht in den Daten der Instanz, und jedes offene Fenster zieht ohne Neuladen nach.
Jede Änderung läuft über denselben Weg wie das Formular, mit derselben Prüfung auf dem Server. Passt ein Wert nicht, kommt derselbe Satz zurück, den auch ein Mensch im Formular lesen würde.
Wer wann was geändert hat, steht im Protokoll, im Gespräch genauso wie im Formular. Rückgängig machen heisst den alten Wert setzen, nicht einen Datenbank-Eingriff bestellen.
In klassischen Systemen liegt die Fachlogik im Code des Herstellers. Jede Abweichung wird zum Projekt, und beim nächsten Update steht sie wieder zur Debatte. Bei Nocke liegen die ersten vier Stufen als Daten in der Instanz des Betriebs. Sie sind sichtbar, änderbar und abschaltbar, und sie überstehen jedes Update, weil sie nicht im Code stehen.
Deshalb gilt die Reihenfolge auch für uns selbst und für jeden Agenten, der an Nocke baut. Wer neu baut, was als Schalter existiert, macht aus einem Standard-Baustein eine Kopie und schneidet den Betrieb von künftigen Verbesserungen ab.
03 · Was heute funktioniert
Die folgenden Punkte laufen in der aktuellen Version. Sie stehen in derselben Formulierung auch in der Instanz selbst, hinter der Versions-Anzeige in der Kopfleiste.
Registrieren, Code aus der Mail eintragen, und die eigene Anwendung läuft unter einer eigenen Adresse. Eigene Daten, eigene Einstellungen, getrennt von allen anderen.
Beim ersten Besuch fragt die Anwendung nach der Website oder einer kurzen Beschreibung des Betriebs und schlägt daraufhin die passenden Bereiche vor. Die Aktivierung passiert sichtbar Schritt für Schritt, der Weg von Hand steht daneben offen.
Eine frische Instanz ist nicht leer: erfundene Firmen im Adressbuch, Prüfkörper und eine Beispiel-Baugruppe mit Stückliste und CAD-Dateien. Jede Ansicht lässt sich mit Inhalt ansehen, bevor die ersten eigenen Daten drin sind.
Vier fertige Erscheinungsbilder von hell bis dunkel, dazu ein Farbregler, der aus der Firmenfarbe einen stimmigen Satz Farben ableitet. Jede einzelne Farbe lässt sich von Hand setzen und wieder zurücknehmen.
Stammdaten mit Artikeln und Stücklisten, Adressen, Produktion und ein Wiki, alle im gleichen Aufbau: Liste, Detailfenster, Suche.
Ein Klick auf eine Zeile öffnet ihre Detailansicht, die Felder darin sind direkt beschreibbar. Eine Leiste am unteren Rand zeigt, wie viele Felder geändert sind, und bietet Speichern oder Verwerfen an. Neu anlegen öffnet dasselbe Fenster mit leeren Feldern statt eines zweiten Formulars an anderer Stelle.
Artikel mit hinterlegter Konstruktionsdatei haben einen eigenen Reiter, der das Bauteil dreidimensional zeigt: drehen, zoomen, verschieben. Am Artikel selbst ist damit zu sehen, worüber die Stückliste spricht.
Ändert sich etwas an den Daten oder an einer Regel, aktualisieren sich alle offenen Listen und Detailansichten sofort, auch in einem zweiten Browser-Fenster. Neuladen ist dafür nicht nötig.
Rechts oben steht die Version der laufenden Instanz. Ein Klick darauf öffnet die Neuerungen: je Version eine Liste dessen, was sich für den Betrieb geändert hat, das Wichtigste zuerst. Wer wissen will, ob eine Änderung schon bei ihm angekommen ist, sieht es an dieser Stelle, statt jemanden fragen zu müssen.
Strg+K öffnet eine Zeile, in die sich frei tippen lässt. Der Berater beantwortet Fragen aus den echten Daten des Betriebs, liest Zeilen aus jeder Liste, nennt die Kennzahlen über den Listen und durchsucht das Wiki, bevor er antwortet. Was er nicht kann, sagt er, statt es zu erfinden.
Hinter dem Namen jedes Bereichs liegen die Schwellen und Vorgaben, nach denen sich seine Fachlogik verhält, etwa ab welchem Bestand ein Artikel als knapp gilt. Der Server prüft jeden Wert gegen seine Grenzen und lehnt im Klartext ab, wenn er nicht passt. Die Kennzahlen über den Listen rechnen sofort mit dem neuen Wert.
Fehlt an einer Ansicht eine Angabe, genügt ein Satz im Klartext. Das Feld erscheint sofort in der Detailansicht seines Bereichs, in jedem offenen Fenster, ohne Neuladen. Zahl, Text, Ja/Nein und Auswahllisten stehen zur Wahl. Das Entfernen geht bewusst in zwei Schritten mit einer Rückfrage dazwischen, und bereits eingetragene Werte bleiben erhalten.
Der Appstore zeigt jeden Baustein der Instanz als Karte, getrennt nach Bereich, Liste und Reiter, mit Schalter und Suche. Was ein anderer Bereich braucht, kommt beim Einschalten automatisch mit, und was noch gebraucht wird, lässt sich nicht ausschalten. Der Grund dafür steht dabei, statt einer stummen Fehlermeldung. Eine einzelne Liste kann als Reiter ihres Bereichs laufen oder eine eigene Kachel in der Navigation bekommen.
Der Arbeitsbereich einer Instanz lässt sich als Paket herunterladen, mit eigenen Werkzeugen verändern und wieder hochladen. Vor der Übernahme prüft die Instanz jede Änderung und lehnt ab, was die Regeln verletzt. Im Fehlerfall bleibt der alte Stand bestehen.
04 · Der Fahrplan
Nocke ist jung. Die folgenden Punkte fehlen heute, und sie stehen hier, damit niemand eine Entscheidung auf einer Annahme trifft. Die Reihenfolge ist unsere Bau-Reihenfolge und keine Wunschliste.
Kopf, Positionen und Statusfolge nach dem Modell etablierter ERP-Systeme, dazu die Umwandlung eines Angebots in einen Auftrag. Die Recherche dazu ist abgeschlossen, der Bau läuft.
Die vierte Stufe der Treppe. Auslöser, Bedingung und Aktion werden im Gespräch zusammengestellt, jeder Lauf steht mit Ergebnis im Protokoll, und später zeigt eine Ansicht den Ablauf als Flussdiagramm.
Bestände mit Chargen und Seriennummern, Wareneingang gegen offene Bestellpositionen. Die Rückverfolgbarkeit hängt daran.
Wer was sieht und wer was ändern darf, über alle Bereiche hinweg. Die Schreibwege sind heute schon serverseitig bewacht, die Rollen darüber fehlen noch.
Die fünfte Stufe. Heute schreibt geprüften Code, wer den Arbeitsbereich herunterlädt und einen eigenen Coding-Agenten mitbringt. Als Nächstes übernimmt das ein Bau-Agent auf unserer Seite, mit Zusammenfassung, Bestätigung und Rückweg, wenn die Prüfung rot ist.
Scannen und Zählen direkt an der Maschine und am Regal, mit Pickliste und Zifferntastatur. Die mobilen Ansichten stehen, der Ablauf darum fehlt.
Ein einziger Zugangspunkt zu vorhandenen ERP-Systemen statt vieler Einzelanbindungen, dazu Druck und Dokumenten-Ausgabe. Die Bauform steht fest, bevor die erste echte Anbindung entsteht.
Diese Seite wird mit jeder Version nachgezogen. Was hier unter „läuft" steht, kannst du in deiner eigenen Instanz nachprüfen.
05 · KI-Transparenz
Nocke ist KI-gestützt gebaut, und der Berater in der Anwendung ist eine KI. Beides verschweigen wir nicht, denn eine Software, die den Betrieb steuert, muss offenlegen, wer darin spricht.
Die Software selbst entsteht KI-gestützt. Wir arbeiten mit Coding-Agenten, und die Prüfung, die jedes Element bestehen muss, gilt für deren Ergebnis genauso wie für handgeschriebenen Code.
Der Berater in der Anwendung ist ein Sprachmodell, kein Mensch. Er ist als solcher gekennzeichnet, und er entscheidet nichts allein: Grenzen prüft der Server, destruktive Schritte fragen zurück.
Wohin die Anfragen gehen, entscheidet der Betrieb. Wahlweise auf unsere Infrastruktur in Deutschland oder zu einem Anbieter der eigenen Wahl. Kein Baustein spricht einen Anbieter direkt an.
Wir kennzeichnen KI-Funktionen sichtbar, wie es die europäische KI-Verordnung verlangt. Das ist für uns Haltung und nicht nur Pflicht.
Der schnellste Weg, diese Seite zu prüfen, ist eine eigene Instanz. Sie ist kostenlos, in Minuten da, und du kannst jeden Punkt von oben selbst nachstellen.